Im Karrieregespräch mit Ladan

Ladan B.

Position: Senior Consultant 
Projekteinsatz: Reporting Services & Datenbank-Support, Sharepoint-Administration 
Eintritt: 2001 
Ausbildung: Informatik TU Wien, Computer Science University of Teheran 


Warum haben Sie sich für die Informatik als Studienrichtung entschieden und wie kam es zu dem Wechsel von Teheran nach Wien?

Mathematik und Physik lagen mir schon immer und auch meine LehrerInnen waren sich sicher, dass ich in diesem Bereich etwas machen werde. Es war also mehr eine Selbstverständlichkeit für mich – bereits als Teenager habe ich das so gesehen und ich konnte es mir nicht anders vorstellen. Im letzten Jahr im Gymnasium in Teheran hatte ich Mathematik und Informatik als Schwerpunkt, was mir sehr gut gefallen hat. Bereits mit 16 habe ich mein erstes Basic-Programm programmiert.

Österreich war zuerst nur eine "Zwischenstation", da es mein Ziel war in den USA zu studieren. Als ich 1996 meine Auszeichnungen und Zeugnisse zur TU Wien schickte und 6 Wochen später ein Visum und einen Studienplatz hatte, fing ich an mein Deutsch aufzubessern. Bereits 1997 hatte ich einen Werksstudentenvertrag bei Siemens und mich so gut eingelebt, dass ich nicht mehr wegwollte.


Wie kamen Sie dann zu IVM und was ist das Highlight bei Ihrer Arbeit?

Ein Studienkolleg von mir hat bereits bei IVM gearbeitet, daher kannte ich die Firma. Zwar sollte ich auch bei Siemens angestellt werden, doch die Änderung vom Studentenvisum in ein Arbeitsvisum hatte sich schwierig gestaltet. Daher suchte ich nach anderen Optionen. Bei IVM hat alles sehr problemlos funktioniert und meine Qualifikationen haben sehr gut in das Projekt gepasst.

Die Möglichkeit bei verschiedenen Kunden an den verschiedensten Projekten zu Arbeiten ist eindeutig ein Highlight meiner Arbeit bei IVM. Man lernt neue Entwicklungsumgebungen kennen, hat neue KollegenInnen. Inzwischen hatte ich schon an die über 10 Kundenprojekte und eine ganze Reihe interne Projekte. Angefangen habe ich bei einem Videotelefonie-Projekt. Danach reichten meine Projekte von .NET, C#, C++ bis Reporting Services und SQL Oracle Verwaltung. Später auch Sharepoint und in Zukunft kommt Software Test dazu.

Inzwischen arbeite ich intern bei IVM in unserer IT-Abteilung. Auch hier gibt es immer mehrere Projekte und es bietet sehr viel Abwechslung. Zurzeit beschäftige ich mich mit einem Reporting Services, wofür ich SQL Support/Administration übernommen habe. Auch um unser Intranet (Sharepoint) kümmere ich mich. Nebenbei unterstütze ich unsere Marketingabteilung im Bereich "Social Media" auf unterschiedlichen Kommunikationsplattformen. Ich lerne zurzeit nebenbei für "ISTQB Certification" und möchte dann auch in unserer SoftwareTest-Abteilung aktiv werden.

Man sieht mich in letzter Zeit auch öfter bei Firmen-Messen. Ziemlich abwechslungsreiche und interessante Aufgabegebiete.


Welche Ausbildung braucht man für Ihre Aufgabengebiete?

Ich war nie an einer HTL und habe nur Erfahrung mit den jungen MitarbeiterInnen, die wir intern ausbilden. Sie haben bestimmt ein gutes Potential für so eine Arbeit. Wenn es sich jedoch um kompliziertere Projekte handelt, benötigt es doch viel Berufserfahrung und mein Informatikstudium ist hierbei auch sehr hilfreich. Außerdem ist die Teamfähigkeit sehr wichtig. Wir gehen hier in der IVM sehr familiär miteinander um – man arbeitet nicht nur mit Kollegen, sondern auch Freunden. So ist es manchmal einfacher eine Lösung bei Meinungsverschiedenheiten zu finden.


Sie haben während Ihrer Zeit bei IVM ein Kind bekommen, das inzwischen zur Gymnasium geht. Wie kann man Kind & Beruf vereinbaren?

Es ist nicht einfach, besonders wenn das Kind selbst viel unternimmt. Zum Glück unterstütz mich mein Mann viel und hier helfen mir vor allem die Flexibilität von IVM und unserem Geschäftsführer Dr. Hanus, der viel Verständnis dafür hat.

Allein mein Tagesablauf muss gut geplant sein. Vor der Arbeit bringe ich bei schlechtem Wetter mein Kind in die Schule. Um spätestens 8 bin ich in der Arbeit. Bis vor kurzem wenn mein Kind sportliche Aktivitäten hatte, musste ich bereits um 16:30 Uhr los, ansonsten konnte ich bis 17:30 Uhr oder 18:00 Uhr arbeiten. Zum Glück ist mein Kind jetzt alt genug und kümmert sich um vieles selbstständig.


Sie waren bereits während Ihrer Karenz bei IVM. Wie hat der Einstieg danach funktioniert?

Bereits 2 Monate bevor meine Karenz zu Ende war, habe ich mit IVM Kontakt aufgenommen. Zu dieser Zeit wurde bereits intern ein Projekt für mich vorbereitet – mein erstes C# Projekt. Ich konnte die erste Zeit nutzen, mich in eine neue Materie einzuarbeiten und gleichzeitig ein Projekt realisieren. Auch von meinen Kollegen wurde ich bestens unterstützt.


Ihr Tipp für berufstätige Mütter?

Mütter im Job meistern den Alltag als Mutter und voll im Berufsleben zu stehen gleichzeitig, und das ist eine große Herausforderung. Es gibt genug berufstätige Mütter, die immer wieder beweisen, dass man durchaus Beruf und Familie miteinander vereinbaren kann.

Meiner Erfahrung nach sollen Sie vor allem gut organisiert sein. Immer alles gut planen und mit der Hilfe der anderen Familienmitglieder die Routineaufgaben vereinfachen und verteilen. Das führt zu weniger Stress für alle Beteiligten. Unternehmen Sie Ihre Freizeit mit der Familie, aber nehmen Sie auch Zeit für sich selbst, um Kraft zu tanken und innerlich zur Ruhe zu kommen. Sobald Sie Ihre Work-Life-Balance gefunden haben, werden Sie zufriedener sein, weil Sie Ihren Lebensplan so umsetzen, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Ein Kind ist eine Herausforderung, aber auch eine Möglichkeit, über sich selbst hinaus zu wachsen. Mein Kind war kein Hindernis, sondern eine Motivation. Das hat mir gezeigt, dass ich alles schaffen kann.


Herzlichen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

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